Buchenwald Grumsin - im  Weltnaturerbe 

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Buchen im besten Alter, Bruchwälder, Seen, Kleingewässer und noch intakte Moore - im Grumsiner Forst ist all das noch vorhanden. Seit Anfang der 1990er Jahre wird hier kein Holz mehr eingeschlagen, herrscht Nutzungsverzicht. Dem Wald und seinen Bewohnern kommt das in Form einer freien Entwicklung  im besonderen Maße zugute. Der Ritterschlag für das Naturschutzgebiet erfolgte 2011 mit der Ernennung  zum UNESCO- Weltnaturerbe  "Buchenurwäder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands", zu dem hierzulande auch die alten Buchenwälder von Jasmund, Serrahn,  Hainich und  Kellerwald  gehören. Die Naturerbefläche des Grumsin umfasst knapp 600 Hektar, die umgebende Pufferzone rund 270 Hektar.

 

Wer sich dem Naturerlebnis Grumsin widmen möchte, muß sich auf die Pufferzone beschränken. Das eigentliche Naturerbe ist einem ausgewählten, um nicht zu sagen elitären Personenkreis vorbehalten. Dabei wäre es durchaus möglich, dem gemeinen Wanderer auf vorhanden historischen (und sogar gepflasterten) Wegen auch diesen Teil des Grumsins erleben zu lassen. Als Ausgleich wird dem Grumsin-Besucher in den Randbereichen neben dem Naturgenuss auch etwas Kunst geboten - Graffiti- Kunst. Auf die wohl die meisten Waldbesucher allerdings verzichten könnten. Wohl, damit auch die sehschwächsten Jäger den Ort ihres Hochsitzes finden, sind die Wege dorthin weithin sichtbar mit dezimeter großen, leuchtend roten Zahlen, Pfeilen und dergleichen markiert. Was geht wohl in den Hirnen von Leuten vor, die Bäume und damit ein sehr schönes Waldgebiet derart verunstalten.